Was ist Schmerz?

Schmerz ist eine subjektive Sinneswahrnehmung.

Was ist Schmerz?

Ein Schmerz wird meist negativ bewertet, obwohl es sich um eine lebenswichtige Sinneswahrnehmung handelt. Schmerz warnt den Körper vor Gefahren und Verletzungen. Die Schmerzwahrnehmung ist eine subjektive Sinnesleistung. Die Wahrnehmung der Warnfunktion Schmerz kann durch eine Gewebeschädigung ausgelöst, aber auch ohne Gewebeschädigung erlebt werden.

Die Zusammenhänge von Schmerzursache, Schmerzwahrnehmung und Schmerzerleben sind sehr komplex. Im Moment der Schmerzauslösung werden zahlreiche Reaktionen im Gehirn ausgelöst. Durch den emotionalen Zustand, die soziale Situation, persönliche Erfahrungen, das Unterbewusstsein und die Psyche werden im Gehirn die ankommenden Signale moduliert. Deshalb werden Schmerzen von ein und derselben Person situationsabhängig unterschiedlich empfunden, erlebt und wahrgenommen. Verschiedene Menschen reagieren wiederum unterschiedlich auf ähnliche schmerzauslösende Reize.

Was sind neuropathische Schmerzen?

Neuropathische Schmerzen, Nervenschmerzen, gehören zu den häufigen chronischen Schmerzen und beeinträchtigen die Lebensqualität meist erheblich. Die Schädigung schmerzleitender Fasern des Nervensystems können als Folge einer Verletzung, einer Operation oder einer Erkrankung entstehen. Häufig sind Rückenmark oder Gehirn betroffen. Aber auch periphere Nerven können dauerhaft geschädigt sein.

Mechanische Druckschädigungen können durch Quetschungen, bzw. Kompression bei Unfällen, Operationen, Entzündungen, Degenerationen oder Tumoren auftreten. Die Durchtrennung von Nervenfasern ist seltener.

Der Schmerzcharakter wird durch die Art der Schädigung und Lokalisation beeinflusst. So können die Schmerzen dauerhaft, anfallsartige, einschießend, heftig, brennend, stechend oder auch dumpf beschrieben werden.

Zu häufigeren neuropathischen Schmerzen gehören die Polyneuropathie verschiedener Ursache oder auch ungeklärter Ursache, Post-Zoster-Schmerz, nach Rückenmarkverletzungen, nach Schlaganfall. Viele wirbelsäulenbezogene Schmerzen sind oft eine Kombination von nozizeptiven (siehe was ist nozizeptiver Schmerz) und neuropathischer Schmerz.

Die Therapie neuropathischer Schmerzen erfolgt meist durch Kombination verschieden wirkender Medikamente. Diese vermindern als Nebenwirkung oft die Leistungsfähigkeit, die Wachheit, das Reaktionsvermögen oder die Koordination. Durch Implantation von Neurostimulatoren des Rückenmarks oder des Gehirns können Medikamente zum Teil deutlich vermindert werden. Ich habe mit der peripheren transdermalen Neurostimulation SCENAR (Stimulation nur auf der Hautoberfläche) schmerzmindernde subjektive Effekte beobachtet. Studien liegen hierzu nicht vor.

Neuropathische Schmerzen sind mit folgenden Erkrankungen assoziiert:

  • Bandscheibenvorfall
  • Wirbelsäulenfehlform (nach Fraktur, Wirbelgleiten)
  • nach chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Tarsaltunnelsyndrom
  • Phantomschmerzen nach Amputationen
  • schmerzhafte diabetische Polyneuropathie
  • Durchblutungsstörungen
  • Gürtelrose (Post-Zoster-Neurolgie)
  • AIDS Neuropathie
  • Polyneuropathie nach Chemotherapie
  • Polyneuropathie nach Alkoholabusus
  • multiple Sklerose
  • nach Kopfverletzungen
  • nach Schlaganfall
  • nach Rückenmarksverletzungen
  • nach Gehirnverletzungen

Was sind nozizeptive Schmerzen?

Durch chemische, mechanische oder thermische Stimuli können freie sensorische Nervenendigung (Nozizeptoren) in schmerzempfindlichen Körpergeweben gereizt werden. Nozizeptoren befinden sich in fast jedem Gewebe des Körpers. Der Reiz wird in ein elektrisches Signal umgewandelt und zum Gehirn geleitet und als Schmerz empfunden. Die subjektive Schwere des Schmerzes muss nicht mit dem Ausmaß der Gewebsschädigung korrelieren, sondern hängt von der zentralen individuellen Verarbeitung ab. Das Gehirn aktiviert auch körpereigene Schmerzhemmungen zur Schmerzmodulation.

Der Schmerz wird in der Regel an der Stelle der Gewebeschädigung, an der Verletzungsstelle, empfunden. Der Schmerz kann stark, spitz, stechend, klopfend oder brennend sein und kann auch zu muskulären Reaktionen führen. Auslösend können Verletzungen an der Hautoberfläche, wie Schürfungen, Schnittwunden, Verbrennungen oder Verbrühungen oder Verletzungen tieferer Körpergewebe, wie Prellungen, Zerrungen von Muskel oder Sehnen, und Gelenke, Muskelfaserriss, Knochenbrüche, Gelenkentzündungen, etc. sein. Freie Nervenendigungen können auch an Körpereingeweiden gereizt werden, wie bei Magen- oder Darmentzündung, Reflux, Nierenkolik, Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane, etc. Mit der Heilung des geschädigten Gewebes verschwinden die Schmerzen (akuter Schmerz) in der Regel. Bei bleibender Gewebeschädigung, wie z. B. bei Osteoarthritis, chronische Darmentzündungen kann sich ein chronischer Schmerz entwickeln.

Die Therapie richtet sich nach der Art der Gewebeschädigung, z. B. Medikamente wie Schmerzmittel, Entzündungshemmer oder Antibiotika; Schonung und abschwellende Therapien, Verbände und Ruhigstellung. Die transdermaler Elektrostimulationen SCENAR ist eine adjuvante Therapieform.

Schmerz Lokalisation und Auslöser

Schmerz Lokalisation und Auslöser

Der Ort der empfundenen Schmerzen kann, muss aber nicht mit dem Ort der Schmerzursache übereinstimmen.

Durch eine lokale Gewebeschädigung werden lokale Rezeptoren gereizt. Ursächlich für den empfundene Schmerz ist dann die Gewebsschädigung.

Der Reizort für einen empfundenen Schmerz kann aber auch weit ab liegen. Zum Beispiel können Nervenreizungen im Bereich der Wirbelsäule, wie beim Bandscheibenvorfall, als Schmerzen nur in die Armen oder Finger, bzw. in den Beinen oder Zehen gespürt werden.

Bei Gelenkschmerzen können Schädigungen in den Gelenkstrukturen ursächlich sein. Die Schmerzen können aber auch durch Dysbalancen der auf das Gelenk wirkenden Muskeln ausgelöst werden. Störungen in der Erregungsleitung des Nervens kann zu Lähmungen eines oder mehrerer Muskeln führen. Die gestörte Gelenkmechanik kann als Gelenkschmerzen wahrgenommen werden. Gelenkentzündungen können heftige Schmerzen auslösen.

Die Lokalisation der schmerzauslösenden anatomischen Strukturen ist für die Diagnose und die Therapieplanung relevant. Wirkungsvollen therapeutische Maßnahmen fokussieren sich auf die relevanten schmerzauslösenden anatomischen Strukturen.

mehr Info - Dr. Gerd Raetzel

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